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12.08.2008
Hertha reicht Klage ein

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18.05.2006
"So stürzte Assauer

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06.08.2008
CAS urteilt pro Werder: Keine Abstellungspflicht für Diego
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Juristischer Sieg für Werder Bremen vor dem CAS: Der internationale Sportgerichtshof stellte aufgrund einer Klage, welche die Grün-Weißen gemeinsam mit Schalke 04 und dem FC Barcelona eingereicht hatten, fest, dass es für das Fußballturnier der Olympischen Spiele keine Abstellungspflicht gibt.

 

 

Somit hängt es nun von der Freigabe des Vereins ab, ob Werder-Profi Diego bei den Partien in Peking eingesetzt werden kann. Geschäftsführer Klaus Allofs und Cheftrainer Thomas Schaaf im Gespräch. „Dieses Urteil bestätigt uns in unserer Rechtsauffassung, die wir in den vergangenen Monaten immer wieder vertreten haben“, sagte Werders Geschäftsführer Klaus Allofs, der wie zuvor betonte, dass genau diese Regelung in den Statuten der FIFA niedergeschrieben ist.

 

 

"Wir konnten daher das Verhalten und die Aussagen verschiedenster FIFA-Verantwortlicher nicht nachvollziehen. Die FIFA ist mit dem Versuch gescheitert, bestehende Paragraphen auszuhebeln und neues Recht zu schaffen. Es war unsere Pflicht, uns gegen diese Willkür zur Wehr zu setzen.“ Allofs machte am Mittwochnachmittag deutlich, dass es auch nach dem Urteil keine Gewinner gibt.

 

 

"Nach dieser langen Vorgeschichte wird auch jetzt keine Partei mehr glücklich. Durch den Zeitverzug, der durch das Hinauszögern einer klaren Entscheidung eingetreten ist, finden wir eine unmögliche Situation vor. Wir müssen jetzt, einen Tag vor dem Start des olympischen Turniers und drei Tage vor dem Beginn unserer Pflichtspielsaison entscheiden, ob wir Diego wieder aus China zurückholen", so Allofs, der erneut auch Verständnis für die betroffenen Spieler äußerte.

 

 

„Sie mussten durch den Kurs der FIFA von einer Abstellungspflicht ausgehen und standen zudem unter einem enormen moralischen Druck seitens des brasilianischen Fußballverbandes CBF.“ Unter Abwägung aller Umstände hat sich die Werder-Geschäftsführung in Absprache mit Cheftrainer Thomas Schaaf zu folgendem Schritt entschieden: „Diego wird für die Dauer des Verbleibs der brasilianischen Olympia-Auswahl im Turnier für die Olympischen Spiele abgestellt, wenn der brasilianische Fußballverband kurzfristig die Rahmenbedingungen für seine Teilnahme schafft“, so Allofs, der dabei unter anderem die Absicherung des Spielers im Verletzungsfall anführt.

 

 

Ein entsprechendes Angebot hat Werder Bremen dem CBF über Anwalt Theo Paeffgen, der die Bundesligaclubs auch im Verfahren vor dem CAS vertrat, inzwischen per Fax zukommen lassen. Die grundsätzliche Entscheidung für den Verbleib Diegos ist den Werder-Verantwortlichen nicht leicht gefallen. „Wir haben uns auch in diesem Jahr in allen Wettbewerben viel vorgenommen und hätten gern für den Start im DFB-Pokal und den ersten beiden Bundesliga-Spielen unsere bestmögliche Mannschaft auf dem Platz gehabt.

 

 

Allerdings ist die Vorbereitung auf diese Spiele, die durch den Rechtsstreit weitgehend ohne Diego durchgeführt werden musste, so weit fortgeschritten, dass eine Rückholaktion zum jetzigen Zeitpunkt sportlich keinen Sinn mehr machen würde“, so Klaus Allofs, der mit Werder seit Monaten die Klärung der Abstellungsfrage anstrebte. "Wir haben das Thema früh genug auf den Tisch der FIFA gebracht. Wir haben jedoch den Eindruck gewonnen, dass die Angelegenheit bewusst bis zum Start der Olympischen Spiele verzögert wurde, um die Vereine in die nun bestehende Lage zu manövrieren“, so Allofs.

 

 

[Werder Bremen GmbH & Co. KG aA Presseerklärung 06.08.2008]

 

 

 

Werder Bremen GmbH & Co. KG aA wurde bei dieser Auseinandersetzung mit dem brasilianischen Fußballverband und der FIFA vor dem Spieler Status Komitee der FIFA und dem Court of Arbitration for Sport (CAS) von der Paeffgen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH vertreten und zur Rechtslage beraten. Theo Paeffgen, Rechtsanwalt und Solicitor, leitete das Team, unterstützt von Rechtsanwalt Christian Eustermann.










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Letzte Aktualisierung 19.07.15